Partei

bajuk-predsednik-vlade-300x216Die Partei Nova Slovenija, Neues Slowenien, entstand am 4. August 2000, einige Monate nach der Vereinigung der damaligen Slowenischen Volkspartei, SLS, und der Slowenischen Christdemokraten, SKD. Mit diesem Zusammenschluss zerfiel die damalige Regierungskoalition, später gelang der vereinigten Partei SLS+SKD die Bildung einer neuen Koalition gemeinsam mit der SDS, der Slowenischen Demokratischen Partei. Den Regierungschef stellte die stärkste Partei und schlug Dr. Andrej Bajuk für diese Funktion vor. In zwei geheimen Wahlgängen konnte dieser keine ausreichende Unterstützung für sich erreichen, mit der dritten, öffentlichen Wahl am 3. Mai 2000 wurde er mit 46 zu 44 Stimmen zum Regierungschef gewählt. Die Bestätigung der gesamten Regierung durch das slowenische Parlament erfolgte am 7. Juni 2000, Lojze Peterle wurde zum Außenminister ernannt.

Einen Monat nach der Ernennung der neuen Regierung stimmten alle Abgeordneten der vereinigten Partei SLS+SKD entgegen früheren Absprachen für ein Verfassungsgesetz, mit welchem ein Verhältniswahlrecht eingeführt werden sollte. Die damaligen stellvertretenden Parteivorsitzenden der vereinigten Partei Dr. Andrej Bajuk und Lojze Peterle beharrten jedoch auf der Durchsetzung des Willens der Staatsbürger, die sich bei einer Volksabstimmung für ein Mehrheitswahlrecht ausgesprochen hatten.

Aufgrund der Nichteinhaltung der Vereinbarung und des Abstimmungswillens der Bevölkerung traten Dr. Andrej Bajuk und Lojze Peterle noch in der Woche nach der Zustimmung zum Verfassungsgesetz aus der vereinigten Partei SLS+SKD aus und gründeten am 4. August 2000 in Ljubljana eine neue Partei mit dem Namen Neues Slowenien – Christliche Volkspartei als Angebot an alle Bürger und Bürgerinnen der Republik Slowenien, denen christliche, slowenische und europäische kulturelle, demokratische, moralische und soziale Werte ein Anliegen sind. Der erste Parteivorsitzende der neu gegründeten Partei war Dr. Andrej Bajuk. Das Neue Slowenien wuchs schnell, der Partei traten namhafte Mitglieder und Bürgermeister der ehemaligen SKD bei. Die Partei begann mit dem Aufbau eines breiten regionalen Netzes.

Die bald folgendeKampagne zurParlamentswahl wurde mit einer großen Schlussveranstaltung vor zahlreichem Publikum in Ljubljana Križanke abgeschlossen. Einer der Gründe für die Gründung einer neuen politischen Partei war laut Dr. Andrej Bajuk die Unzufriedenheit der Menschen mit den aktuellen Verhältnissen und einer “politischen Sprache und einem politischen Verhalten, wo das eine gesagt und das andere getan wird”.  Im Zentrum des Neuen Slowenien stehe das Vertrauen in die Menschen. “Die Menschen können nur einer Partei vertrauen, die auch ihnen vertraut. Erst eine solche Partei hält ihr Wort”, meinte Bajuk und schloss seine Ausführungen mit dem Wahlkampfslogan des Neuen Slowenien: “Das Wort gilt.”

Im Oktober des Jahres 2000, nur zwei Monate nach seiner Gründung, trat das Neue Slowenien erstmals selbstständig bei Parlamentswahlen an. Die Partei erreichte 8,66 Prozent der Stimmen und acht Abgeordnete zur Nationalversammlung, das heißt dem Parlament, der Republik Slowenien. Ins Parlament zogen Dr. Andrej Bajuk, Dr. Jožef Bernik, Mag. Janez Drobnič, Ivan Mamić, Lojze Peterle, Alojz Sok, Marija Ana Tisovec und Majda Zupan. In der Legislaturperiode 2000 bis 2004 bildete das Neue Slowenien die Opposition zur damaligen Regierung unter der Leitung der LDS, der Liberalen Demokraten Sloweniens.

Im April des Jahres 2001 wurden die ersten Parteiorganisationen gegründet, der Klub der Bügermeister und Gemeinderäte des Neuen Slowenien und die Jugendorganisation Junges Slowenien. Ein halbes Jahr später erfolgte die Gründung des Frauenverbandes des Neuen Slowenien. Im November 2001 fand in Rogaška Slatina der erste ordentliche Parteitagunter dem Motto Für Europa auf slowenischem Boden statt, wo Dr. Andrej Bajuk wieder zum Parteivorsitzenden gewählt wurde. In einer Grundsatzresolution dieses Parteitages wurden die Werte Würde, Freiheit, Verantwortung und Solidarität betont, hervorgehoben wurde der nicht zu Ende geführte und vielfach behinderte Übergangsprozess in Slowenien.Die grundlegende programmatische Linie des Neuen Slowenien wurde festgelegt. Ausgehend von den genannten Werten war das politische Ziel des Neuen Slowenien die Vollendung des Übergangsprozesses. Vielbeachtet war die Kampagne zur Volksabstimmung über die künstliche Befruchtung lediger Frauen im Jahr 2001. Die Jugendorganisation Junges Slowenien und das Neue Slowenien sprachen sich gegen das geplante Gesetz aus.

Im Wahljahr 2002 erreichte die Partei bei Regionalwahlen ein ähnliches Resultat wie bei den Parlamentswahlen im Jahr 2000, und zwar 8,33 Prozent und 254 Sitze in den Gemeindevertretungen. Sechs Kandidaten des Neuen Slowenien wurden zu Bürgermeistern gewählt. Bei den Präsidentschaftswahlen im selben Jahr unterstützte das Neue Slowenien gemeinsam mit der Slowenischen Demokratischen Partei, SDS, die unabhängige Kandidatin Barbara Brezigar, die im zweiten Wahlgang im Wettbewerb mit Janez Drnovšek 43,5 Prozent der Stimmen bekam. In diesem Jahr entstandder Europäische Konvent, Lojze Peterle wurde Mitglied des Präsidiums. Ziel den Konvents war die Erarbeitung von Vorschlägen zur institutionellen Erneuerung der Europäischen Union als nötige Folge der nach dem Beitritt von zehn neuen Staatenim Jahr 2004bis dahin größten EU-Erweiterung. Im August wurde der Bauernbund des Neuen Slowenien gegründet.

Das Neue Slowenien führte seine mit der Slowenischen Demokratischen Partei abgestimmte Oppositionspolitik auch im Jahr 2003 fort. Im Zentrum standen die zu Beginn des Jahres formulierten “berühmten” sechs Forderungen, deren Verwirklichung zu einer weiteren Demokratisierung in Slowenien beitragen sollte. Gefordert wurden Medienpluralität, gleichberechtigte Repräsentanz von Regierung und Opposition in Unternehmen und euroatlantischen Institutionen sowie eine gerechte Aufteilung des Vermögens der einstigen gesellschaftspolitischen Organisationen aus der sozialistischen Selbstverwaltung. In diesem Jahr organisierte das Neue Slowenien auch seine erste politische Volksversammlung, einen so genannten tabor, und zwarin Selce bei Železniki. Ende des Jahres wurde Lojze Peterle von European Voice für die Errungenschaft des Jahres geehrt und zum Europäer des Jahres 2003 gekürt.Diese Ehrungwurde Lojze Peterle zuteil, weil es ihm als erstem Beamten aus den Reihen der EU-Beitrittsstaaten gelungen war, in die Machtzentren der Europäischen Union vorzudringen, und zwar als Präsidiumsmitglied des Europäischen Konvents. Im Jahr 2003 beantragte das Neue Slowenien die assoziierte Mitgliedschaft in der Europäischen Volkspartei und beteiligte sich aktiv an den Volksabstimmungskampagnen für den Beitritt zur EU und zur NATO. Für die NATO-Mitgliedschaft engagierte sich insbesondere die Nachwuchsorganisation Junges Slowenien.

Das Jahr 2004 brachte einen Umbruch für das Neue Slowenien. Mit dem Beitritt Sloweniens zur EU wurde auch das Neue Slowenien vollwertiges Mitglied der Europäischen Volkspartei. 2004 gab es in Slowenien erstmals Wahlen zum Europäischen Parlament. Das Neue Slowenien startete eine innovative Kampagne: mit dem Europabuswurdein einer Tour von Herz zu Herz ganz Slowenien bereist. Den Höhepunkt bildete das Europaforum in Trebnje. Bei den Wahlen zum Europaparlament siegte das Neue Slowenien mit 23,6 Prozent aller abgegebenen Stimmenund gewann damit zwei Vertreter im Europaparlament. Lojze Peterle und Ljudmila Novak wurden Europa-Abgeordnete und Mitglieder der Fraktion der Europäischen Volkspartei und Europäischer Demokraten (EVP-ED). Im slowenischen Parlament wurde Lojze Peterle bis zu den Parlamentswahlen im Herbst durch Matjaž Falkner ersetzt, Ljudmila Novak legte ihr Amt als Bürgermeisterin der Gemeinde Moravče nieder. Im August 2004 wurde der Seniorenverband des Neuen Slowenien gegründet.

Im Herbst desselben Jahres musste sich die Partei erneut Parlamentswahlen auf nationaler Ebene stellen.Im Zuge der Wahlkampagne wurden mit einem Wahlmobil größere slowenische Städte besucht und die Kandidaten vorgestellt. Mit dem Wahlbus Neues Slowenien zog die Partei wieder von Herz zu Herz. Bei der Schlußkundgebungvor zahlreichem Publikum in Ljubljana Križankeprophezeite das Neue Slowenien den Sieg der Erneuerungsparteien. Lojze Peterle und Parteichef Dr. Andrej Bajuk unterstrichen als Eckpunkte den Einsatz für eine neue Familienpolitik und eine familienfreundliche Umwelt. Bei den slowenischen Parlamentswahlen erreichte das Neue Slowenienknapp über 9 Prozent der Stimmen und insgesamt 9 Parlamentssitze. Alojz Sok, Marjetka Uhan, Martin Mikolič, Drago Koren, Anton Kokalj, Jožef Horvat, Dr. Andrej Bajuk, Mag. Janez Drobnič und Mojca Kucler Dolinar zogen für das Neue Slowenien ins Parlament ein.

Nach den Wahlen bildete das Neue Slowenien gemeinsam mit der Slowenischen Demokratischen Partei, SDS, der Slowenischen Volkspartei, SLS, und der Pensionistenpartei DeSUS eine Regierungskoalition. Das Neue Slowenien übernahm vier wichtige Ministerien: Finanzminister wurde Dr. Andrej Bajuk, Mag. Janez Drobnič übernahm das Ressort für Arbeit, Familie und Soziales, Dr. Lovro Šturm wurde Justizminister, Dr. Jure Zupan Minister für den Bereich Hochschulen, Wissenschaft und Technologie.

Die Parlamentssitze von Dr. Andrej Bajuk und Mag. Janez Drobnič übernahmen Ciril Testen und Mag. Franc Capuder.

Im Februar 2005 wurde der Arbeiterverbanddes Neuen Slowenien gegründet. Im September fand in Zbilje bei Medvodeeine Parteiversammlung statt, an der trotz Schlechtwetter zahlreiche Menschen teilnahmen. Ebenfalls im September fand die Volksabstimmung zum Gesetz über den slowenischen Rundfunk statt, dessen Verabschiedung die Partei befürwortete. Am zweiten ordentlichen Parteitag 2005 in Nova Gorica unter dem Motto „Neue Perspektiven für Slowenien“ wurde Dr. Anton Bajuk wieder zum Parteivorsitzenden gewählt. Beschlossen wurden weitersfünfzehn Resolutionen, eine Änderung der Parteistatuten und ein Parteiprogramm mit Ausrichtung auf eine breite politische Mitte mit klarem demokratisch-christlichen Profil, das eine relative Mehrheit ermöglichen sollte.

Im Frühjahr 2006 fand in Rom der Kongress der Europäischen Volkspartei statt. Lojze Peterle wurde zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Bei den Regionalwahlen 2006 erreichte das Neue Slowenien 6,33 Prozent der Stimmen und 190 Mandate in den Gemeindevertretungen. ElfVertreter des Neuen Slowenien wurden zu Bürgermeistern gewählt. Bemerkenswert für das Neue Slowenien im Jahr 2006 waren auch die  Parteiversammlung in Velenje und die Schlüsselrolle des Finanzministers Dr. Andrej Bajuk bei der Einführung des Euro am 1. Jänner 2007. Wegen seiner diesbezüglichen Verdienste wurde Bajuk alseuropäischer Finanzminister des Jahresgewürdigt. Im Dezember 2006 wurde Mag. Janez Drobničals Minister für Arbeit, Familie und Sozialesvon Marjeta Cotman abgelöst.

Nachdem Vorbild der Parteijugend Junges Slowenien begann die Partei im Jahr 2007 mit Bildungsveranstaltungen im Rahmenihrer Politischen Akademie. Bei den Präsidentenwahlen im Herbst unterstützte die Partei gemeinsam mit der Slowenischen Demokratischen Partei, SDS, und der Slowenischen Volkspartei, SLS, die unabhängige Kandidatur von Lojze Peterle, der im zweiten Wahlgang 31,97 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Im Oktober 2007 wurde Minister Dr. Jure Zupan von Mojca Kucler Dolinar abgelöst. Majda Zupan rückte als Parlamentsabgeordnete nach. Zur großen Parteiversammlung fand man in diesem Jahr in Velika Polana zusammen.

Bei den Parlamentswahlen im Jahre 2008 erreichte das Neue Slowenien 3,4 Prozent der Stimmen und verfehlte damit den Einzug in die Nationalversammlung. Nach Verlautbarung des Wahlergebnisses trat Dr. Andrej Bajuk als Parteivorsitzender zurück. Seine Stellvertreterin Ljudmila Novak wurde bis zum außerordentlichen Parteitag mit der Führung der Geschäfte betraut. Beim außerordentlichen Parteitag am 15. November in Ljubljana wurde Ljudmila Novak zur neuen Vorsitzenden gewählt. Für die Partei begann eine Zeit der Neuorientierung und neuer Weichenstellung. Man entschied sich für den Fortbestand der Partei mit einer Arbeit nahe an den Menschen und peilte den neuerlichen Aufstieg an.

Im Jahre 2009 besuchte der Europabus des Neuen Slowenien wieder einen Großteil der slowenischen Orte. Den Höhepunkt erreichte die Kampagne bei einer Großversammlungin Lukovica. Die harte Arbeit der Partei und ihrer Kandidaten wurde mit dem dritten Platzbei den Wahlen zum Europaparlament belohnt. Das Neue Slowenien erreichte 16,58 Prozent. Die Stimme des Neuen Slowenien im Europaparlament ist Lojze Peterle, gleichzeitig auch Mitglied der Europäischen Volkspartei. In diesem Jahr organisierte das Neue Slowenienam Fluss Kolpa seine erste Sommerversammlung mit Diskussionsrunden und geselligen Zusammenkünften. Im selben Jahr fand in Maribor der dritte ordentliche Parteitag des Neuen Slowenien statt, wo ein neues Grundsatzprogramm und neue Parteistatuten beschlossen wurden. Das brachte nicht nur Bürgernähe sondern machte auch Änderungen in der Organisationsstruktur erforderlich.

Grundlage des Parteiprogramms ist eine verantwortungsvolle Politik nahe am Menschen. Das Zielist daher Bürgernähe und eine Politik zum Wohle aller Menschen, denn unserenachfolgenden Generationen brauchen verantwortungsvolle politische Arbeit und ein Neues Slowenien – eine christliche Volkspartei und deren Wirken im christlichen Geist für unsere Menschen, für Slowenien, für Europa und die Welt.

Im Jahr 2009 wurde Melita Kelenc zur stellvertretenden Vorsitzenden der Jugendorganisation der Europäischen Volkspartei gewählt.

Mit einer großen Parteiversammlung in Rogatec wurden im Jahr 2010 die kommenden Regionalwahlen im Herbst eingeleitet. Das Neue Slowenien erreichte 5,93 Prozent der Stimmen und stellt derzeit 201 Gemeinderäte und zehn Bürgermeister. Den Bürgermeistersessel erklommen Mirko Cvetko, Damjan Jaklin, Janko Jazbec, Janez Komidar, Franci Krepša, Martin Mikolič, Janez Pavlin, Alojz Sok, Franc Šlihthuber und Janez Žakelj.Beim vierten ordentlichen Parteitag im Dezember 2010 in Kranj wurde Ljudmila Novak mit großer Stimmenmehrheit wieder zur Parteivorsitzenden gewählt. Im Jahr 2010feierte die Partei ihr zehnjähriges Bestandsjubiläum, im selben Jahr wurde Anton Kokalj zum Führungsmitglied des Europaföderation für Arbeiter gewählt. Um die christliche Demokratie innerhalb der Zivilgesellschaft weiter zu stärken, wurde 2010 das Krek-Institut gegründet.

Das Jahr 2011 war ein Jahr des Umbruchs für die Partei. Im März wurde einWirtschaftsklub gegründet. Dieser verfaßte bereits für die vorgezogenen Herbstwahlen ein eigenes Wirtschaftsprogramm für die Jahre 2011 bis 2015. Die politische Krise in Slowenien spitzte sich weiter zu, insbesondere nach dem die Regierung die Volksabstimmungen über Pensionsreform, geringfügige Arbeit und Öffnung der Archive verloren hatte. Das Neue Slowenien hatte sich gegen alle drei Gesetze ausgesprochen. Im Frühjahr 2011 sammelte die Partei die notwendigen 5000 Unterschriften für die Einbringung der Gesetzesvorlage über die freiwillige Mitgliedschaft in der slowenischen Land- und Forstwirtschaftskammer.

Bei der nächsten Parteiversammlung in Loška dolina kündigte die Parteivorsitzende Ljudmila Novak den neuerlichen Einzug des Neuen Slowenien ins Parlament an. Am 16. August 2011 wurde die Partei durch die Nachricht vom Tod des Parteigründers und ersten Parteivorsitzenden Dr. Andrej Bajuk erschüttert. Mehrfach gedachte man des verdienten Parteigründers, ein Kondolenzbuch wurde aufgelegt, das Parteipräsidium hielt eine Trauersitzung ab, der Laibacher Erzbischof und Metropolit Dr. Anton Stres zelebrierte einen  Trauergottesdienst. Im Oktober verabschiedete sich die Partei von ihrem Mitbegründer und ersten Abgeordneten Dr. Jože Bernik.

Nach dem Zerfall der Regierungskoalition und der Ausschreibung von Neuwahlen wurde in Ribnica der  fünfte Parteitag des Neuen Slowenien abgehalten. Die Parteivorsitzende Ljudmila Novak kündigte den Wiedereinzug des Neuen Slowenien ins slowenische Parlament an. Sowohl die Vorwahlkampagne unter dem TitelDas Neue Slowenien zieht ins Parlament als auch die Hauptkampagne mit dem WahlsloganGeben wir Slowenien die Hoffnung wieder brachten entscheidende Resultate und starke Zuwächse für die Partei in den Meinungsumfragen. Die harte Arbeit und die Kampagne von Herz zu Herz brachten einen historischen Erfolg. Am 4. Dezember 2011 gelang der Partei Neues Slowenien als erster Partei  der Wiedereinzug ins Parlament. Mit 4,88 Prozent beziehungsweise 53.758 Stimmen wurden die Parteivorsitzende Ljudmila Novak, Mag. Matej Tonin, Jožef Horvat und Iva Dimic ins Parlament gewählt. Das Parlament wählte in seiner konstituierenden Sitzung am 21. Dezember mit 70 Delegiertenstimmen die Vorsitzende des Neuen Slowenien und Abgeordnete Ljudmila Novak zur stellvertretenden Parlamentspräsidentin der Republik Slowenien.

Nach einigen erfolglosen Versuchen der Regierungsbildung durch die Wahlgewinnerin begannen die Mitte-Rechts-Parteien auf Anregung der  Vorsitzenden des Neuen Slowenien Ljudmila Novak mit Gesprächen zur Bildung einer Regierungskoalition. Nach Unterzeichnung des Koalitionsabkommens zwischen der Slowenischen Demokratischen Partei, SDS, der Bürgerpartei, DL, der Slowenischen Volkspartei, SLS, der Pensionistenpartei, DeSUS, und dem Neuen Slowenien, NSi, wurde am 10. Februar 2012schließlich die zehnte slowenische Regierung gewählt.

Regierungsämter bekleideten auch Mitglieder des Neuen Slowenien, und zwar Ljudmila Novak als Ministerin für Auslandsslowenen und Aleš Hojs als Verteidigungsminister. Staatssekretäre wurden Matjaž Longar und Peter Stavanja. Den Abgeordnetensitz von Ljudmila Novak übernahm Janez Vasle.

Zu Frühlingsbeginn 2012 startete die Volksabstimmung zum Familiengesetz, an der sich auch das Neue Slowenien aktiv beteiligte. Das entsprechende Gesetz wurde, nicht zuletzt durch das Engagement des Neuen Slowenien, nicht angenommen. Sehr gut besucht war der erste Parteitag nach dem Wiedereinzug ins Parlament in Ormož. Dort wurde die Unterstützung von Dr. Milan Zver als gemeinsamer Präsidentschaftskandidat des Neuen Slowenien und der Slowenischen Demokratischen Partei SDS beschlossen. Im Dezember fand der sechste ordentliche Parteitag in  Bela Vipava statt. Parteivorsitzende Ljudmila Novak wurde mit großer Mehrheit wiedergewählt.

Die politischen Verhältnisse zu Beginn des Jahres 2013 trugen wesentlich zum Fall der zehnten slowenischen Regierung unter Beteiligung des Neuen Slowenien bei. Von Anfang anmachte das Neue Slowenien klar, keine neue Regierung bildenzu wollen, sondern die politische Arbeit als konstruktive Oppositionspartei fortzusetzen. Bei der außerordentlich gut besuchten Parteiversammlung in Kamnik hob Parteivorsitzende Ljudmila Novak die Werte des Neuen Slowenien hervor: “Unsere Trümpfe sind Prinzipientreue, Demokratieverständnis, guter Wille, Gesprächsbereitschaft, vor allem aber ehrliche und verantwortungsvolle Arbeit. Das Neue Slowenien weiß, was es will. Wir haben fähige und verantwortungsvolle Menschen. Wir haben eine aktive Jugend und viel Potential. Die Aktien des Neuen Slowenien in der slowenischen Politszene sind stabil, sie wachsen langsam, aber stetig.”

Bald nach der Parteiversammlung in Kamnik gründete das Neue Slowenien einen wissenschaftlichen Beirat oder eine so genannte Schattenregierung unter dem Vorsitz von Ljudmila Novak. Zweck und Absicht der Schattenregierung ist nach den Worten der Vorsitzenden die genaue Beobachtung der Regierungsarbeit, deren konstruktive Kritik und die Erarbeitung alternativer Gesetzesvorschläge. Darüber hinaus will man sich damit auch gut auf die nächsten Parlamentswahlen vorbereiten. Im Jahr 2013 wurde bei den Wahlen der Jugendorganisation der Europäischen Volkspartei Federico Victor Potočnik zum stellvertretenden Generalsekretär gewählt.

Das Neue Slowenien heute? Die Partei hat über 10.000 Mitglieder und Ortsgruppen in 190 Gemeinden. Die Organisationsstruktur des Neuen Slowenien bilden Parteigremien auf nationaler Ebene wie der Parteitag, Parteivorstand, Parteiausschuss, Schiedsgericht und Aufsichtsorgan, auf regionaler Ebene Orts-, Gemeinde- und Regionsausschüsse. Innerhalb der Partei wirken sieben Teilorganisationen: die Jugendorganisation Junges Slowenien, der Frauenverband, der Seniorenverband, der Bürgermeister- und Gemeinderatsklub, der Bauernverband, der Arbeiterverband sowie der Wirtschaftsklub. Von jeder der Teilorganisationen werden im Jahr in Eigenregie mehrere Veranstaltungen durchgeführt.

Das Neue Slowenien ist bereit zur Zusammenarbeit mit allen, die in Dialog treten und aktiv mitwirken wollen. Politik ist dann erfolgreich, wenn sie im Einklang mit der Gesellschaft geführt wird und deren Nähe sucht. Hauptanliegen des Neuen Slowenien ist eine Politik nahe am Menschen, diese wird durch ständigen Kontakt der Parteiführung und der Abgeordneten mit den Menschen der verschiedenen Regionen Sloweniens verwirklicht. Besucht und veranstaltet werden etwa Gesprächsrunden mit Parteifunktionären oder das alljährliche Treffen neuer Parteimitglieder. Besonders im Land präsent ist die Partei in der Zeit rund um den Muttertag, den Staatsfeiertag und Tag der slowenischen Selbstständigkeit. Von regionalen Parteigremien werden auch traditionelle Treffen zu Feiertagen wie Matajur oder Familientage am Berg Oljka veranstaltet.

Gerade in Krisenzeiten zeigt sich ein großes Bedürfnis nach einer Rückbesinnung auf Werte in Gesellschaft und Politik, wie dies vom Neuen Slowenien immer wieder betont wurde und wird. Die Abkehr von allgemeingültigen menschlichen Grundwerten kann nur zum Verfall unserer Gesellschaft und Zivilisation führen. Das Wissen darum macht uns sicher: Das Programm des Neuen Slowenien ist ein Programm für die Zukunft. Zukunft braucht die Kraft der Tradition und Fortschritt unter Beachtung von Grundwerten. Wir geben Antworten auf langfristige Fragen unserer modernen Zeit.

Willkommen im Neuen Slowenien!